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Ubuntu ist die zweitbeste Wahl, wenn es um eine anwenderfreundliche, stabile und pflegeleichte Linux-Distribution geht. Leider verbleiben nach einem dist-upgrade die alten Kernel und zugehörigen Header im System und belegen hier unnötig Speicherplatz.
Das “händische” Entfernen eines Kernel und der zugehörigen Dateien dauert mehr oder minder lange und ist fehleranfällig. Es müssen alle nicht mehr benötigten Pakete gesucht und entfernt werden – bei mehreren Kerneln kann das schon ein bisschen Zeit kosten. Ideal wäre es doch, das ganze Procedere zu automatisieren?
Die erstbeste Wahl (aptosid Linux!) verfügt zu diesem Zweck über ein Script zum sauberen Entfernen nicht mehr benötigter Kernel. Mit meinem bash-Skript wird das auch unter Ubuntu Linux möglich:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 | #! /bin/bash # Script: kernel-remover # Zweck: Entfernen alter Kernel nach System-Update (Ubuntu) # Autor: Michael Bergmann # eMail: mbergmann-sh@gmx.de # Internet: www.kurse.mbergmann.de # clear # root oder nicht? echo -e "\033[0;34m\033[1mSystempflege: Alte Ubuntu-Kernel entfernen...\033[0m" if [ "$(whoami)" != "root" ]; then echo -e "\033[0;31m\033[1mFehler: Root-Rechte erforderlich!\033[0m" echo -e "\033[1;32m\033[3mAufruf mit 'sudo kernel-remover'\033[0m" echo exit fi # Zeitmessung starten before=$(date +%s) echo echo -e "\033[0;32m\033[1mBefehl gestartet. Kochen Sie Kaffee!\033[0m" echo -e "\033[0;34m...suche nach zu entfernenden Dateien:\033[0m" # dpkg entfernt alle bis auf den benutzten Kernel dpkg -l 'linux-*' | sed '/^ii/!d;/'"$(uname -r | sed "s/\(.*\)-\([^0-9]\+\)/\1/")"'/d;s/^[^ ]* [^ ]* \([^ ]*\).*/\1/;/[0-9]/!d' | xargs sudo apt-get -y purge echo echo -e "\033[0;34m...erledigt! Starte update-grub:\033[0m" # Zur Sicherheit: Bootmanager updaten update-grub echo # Zeitmessung stoppen after=$(date +%s) echo -e "\033[0;34mDer Befehl wurde in\033[0m" $((after - before)) "\033[0;34mSekunden abgearbeitet." echo -e "\033[0;32m\033[1mFertig. Es kann weitergehen!\033[0m" echo |
Verwendung: Am besten legt man im Systempfad eine neue Datei ‘kernel-remover’ an, gibt ihr die Rechte zur Ausführbarkeit, läd sie in einen Texteditor und kopiert den Inhalt des Skripts hinein. Danach speichert man die Datei und kann sie nun mit ‘sudo kernel-remover’ starten. Achtung: Die Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr!
sudo touch /usr/bin/kernel-remover sudo chmod a+x /usr/bin/kernel-remover sudo gedit /usr/bin/kernel-remover
Hinweis: Mein Script entfernt gnadenlos alle bis auf den aktuell im Gebrauch befindlichen Kernel! Bevor Sie das Script starten, stellen Sie deshalb sicher, dass Sie ihr System mit demjenigen Kernel gestartet haben, den Sie auch behalten möchten.
Der Zugriff auf einen lokalen LAMP-Server im Netzwerk kann auf verschiedene Arten erfolgen. Neben dem SSH-Protokoll ist FTP die wohl gebräuchlichste Methode.
Ziel dieses Tutorials ist die Einrichtung eines FTP-Servers für den Zugriff auf das zentrale Verzeichnis /var/www eines auf dem gleichen Rechner installierten LAMP-Servers unter aptosid debian/GNU Linux. Grundsätzlich können die Schritte zur Installation und Konfiguration auf jedem aktuellen debian/GNU Linux-System (z. B. Ubuntu) nachvollzogen werden. Bei anderen Linux-Distributionen sollte die Inbetriebnahme eines FTP-Servers ähnlich funktionieren. Benutzer anderer Linux-Distros (z. B. Fedora, OpenSuSE, CentOS) müssen allerdings die Installation des Paketes “proftpd” nach dem Handbuch ihrer verwendeten Distribution ausführen.
Das vorliegende Tutorial vernachlässigt serverseitige Sicherheitsaspekte zugunsten einer schnellen und reibungslosen Installation auf einem lokalen Test-Server. Die Konfiguration des Servers erfolgt für einen bestehenden Benutzer auf dem verwendeten System.
Schritt 1 – Installation von Proftpd
Wegen der einfachen Installation und Konfiguration verwende ich den ProFTPd FTP-Server.
su apt-get update && apt-get install proftpd-basic proftpd-doc proftpd-mod-mysql
Schritt 2 – Anpassen der Konfiguration
Unsere Konfiguration sieht vor das wir den Login mit System Benutzern realisieren die sich in der Gruppe ftpuser befinden. Um die Konfiguration auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen, editieren Sie die Datei /etc/proftpd/proftpd.conf.
Sollten Sie kein IPv6 benutzen ist das das erste was wir abschalten:
1 | UseIPv6 off |
Danach fügen Sie folgende Anweisungen am Ende der Datei hinzu:
<Global>
RequireValidShell off
</Global>
DefaultRoot /var/www
<Limit LOGIN>
DenyGroup !ftpuser
</Limit>Was geschieht hier?
Als erstes haben wir ProFTPd gesagt, dass der Benutzer, der sich anmelden möchte, keine Shell braucht. Danach haben wir mit DefaultRoot ProFTPd angewiesen dem Benutzer das Verzeichnis /var/www zuzuweisen. Und zum Schluss haben wir angegeben, dass sich nur Benutzer einloggen können, die Mitglied in der Gruppe ftpuser sind.
Nun starten Sie den FTP Server neu, damit die neue Konfiguration wirksam wird:
/etc/init.d/proftpd restart
Dann erstellen Sie die Gruppe ftpuser und weisen sie einem bestehenden Benutzer zu, damit der sich per FTP einloggen kann.
addgroup ftpuser
Und als letztes weisen Sie den Benutzer noch der ftpuser Gruppe zu:
adduser bestehenderBenutzer ftpuser
Das war alles. Sie sollten sich nun mit dem Benutzer und seinem Passwort per FTP einloggen können.
Mein Tutorial zur Installation und Konfiguration eines lokalen LAMP-Servers finden Sie unter:
Apache2 LAMP Testserver mit mod_rewrite unter aptosid debian/GNU Linux aufsetzen
In meinen “Linux-Anfängen” gegen Ende der 90er Jahre gab es RedHat und SuSE – debian war mir noch viel zu kompliziert zu installieren. Bald entdeckte ich, dass beide Distributionen für meine diversen Hardwarekonfigurationen nur bedingt zu gebrauchen waren. Auf der Suche nach einer Distribution, die mit meiner TV-Karte umgehen konnte, entdeckte ich damals zunächst Kanotix und war es wohl gelitten. Nachdem die Entwicklergemeinde dieser Distri sich zerstritten hatte und einige ehemalige Kanotix-Entwickler den Branch sidux aufbauten, wechselte ich zu sidux und war begeistert über die Leistungsfähigkeit und Simplizität der Installation. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen sidux e.V. und dem Entwickler-/Supportteam wurde die Distri dann im Sommer 2010 unter neuem Namen weitergeführt:
“aptosid ist eine voll ausgestattetes Live-Medium auf Basis von Debian Sid mit einem besonderen Augenmerk auf eine einfache Festplatteninstallation, einem sauberen Aktualisierungspfad innerhalb von Debian Sid und zusätzlicher Unterstützung für Hardware und Software. Die ISO basiert zur Gänze auf Debian Sid und ist mit aptosid-eigenen Paketen und Skripten bereichert, um Stabilität zu gewährleisten.”
Ich nutze aptosid seit seiner Entstehung und bin sehr zufrieden mit dieser Linux-Distribution. Neben der gewohnt stabilen Linux-Umgebung ist der Support im IRC ein überaus positives Kriterium für die Verwendung dieser Distribution. Hier werden Benutzerfragen i. d. R. in Echtzeit beantwortet – ein für Einsteiger und “alte Hasen” gleichermaßen wertvolles Feature.
Das derzeit aktuelle Release ist aptosid-2011-01-geras (Februar 2011)







