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Mittwoch, 8. September 2010
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Nicht nur ein Trend, sondern tatsächlich auch produktiv nutzbar: Das eigene, linuxkompatible Notebook. Bis dato hatte ich mich ja nun erfolgreich vor dieser Anschaffung gedrückt. Im August 2008 war es dann doch soweit, dass ich mir, getrieben von dem Wunsch, Kursinhalte und Webauftritte auch mobil präsentieren zu können, eines anschaffen wollte. Leistungsfähig sollte es sein, über 3 GB DDR2-RAM, eine 250-GB-SATA-Festplatte, DVD-Brenner, Dual-Core-CPU, USB 2.0 und eine Anschlussmöglichkeit für einen Videobeamer verfügen, dabei voll linuxkompatibel auch für die GraKa mit 3D-Unterstützung. Und selbstverständlich kostengünstig. Als Limit hatte ich mir bummelig EUR 550,- gesetzt.

 

Der erste Anlauf

Einem alten Vorurteil folgend ging ich davon aus, dass ein linuxkompatibles Gerät am Besten individuell zusammengeschneidert werden sollte, und dass man sowas am Besten bei DELL in Auftrag gibt. Ich hatte eine ungefähre Vorstellung davon, welche Bauteile Verwendung finden sollten, wollte mich aber auf keinen Fall selbst zu tief in die Materie einlesen - wer selber plant, ist selbst dran doof. Wenigstens dann, wenn das Gerät nicht so funktioniert, wie man das erwartet hätte.
Also versuchte ich zunächst, mir über DELL's Homepage ein System zusammen zu stellen, was jedoch an der mangelhaften Informationsgestaltung im Bezug auf Linuxkompatibilität scheiterte. Die (kostenpflichtige) Hotline war dauerhaft belegt, so dass ich in der Zentrale von DELL Deutschland anrief, meine Wünsche kundtat, und an einen "Linux-Spezialisten" der Firma weiterverbunden wurde. Dieser beriet mich dann auch freundlich und kompetent, selbst nach Nennung meiner Preisvorstellung - nicht ohne mich darauf hinzuweisen, dass mein gewünschtes System wohl eher EUR 700,- verschlingen werde. Zum Abschluss erbot er sich unter Angabe seiner Mailadresse, nach günstigeren Alternativen zu forschen, sobald ich eine definitive Bestellung aufgeben wolle.
Ich mailte also mein OK, und erhielt kurz darauf Antwort von Herrn M., einem Mitarbeiter, der sich in radebrechendem Deutsch als "Untergebener von Herrn A." mit dem Auftrag mich zu beraten zu erkennen gab. Er forderte mich auf, ihm meine Telefonnummer zwecks Beratungsgespräch zu übermitteln. Ich gab ihm diese, nebst einer genauen Aufstellung der Eckdaten für das gewünschte Notebook - und hörte nie wieder etwas von ihm. mir wurde das nach drei Wochen zu blöd, also mailte ich ihn erneut mit der Bitte um Beratung und Bestellung an, erfolglos natürlich. "Kann nicht sein!", dachte ich so bei mir, und teilte dies seinem Vorgesetzten, meinem ersten Gesprächspartner mit, mit CC an Herrn M. - inklusive Lese- und Empfangsbestätigung. Gelesen und empfangen wurde, geantwortet jedoch nicht. Also rief ich, hartnäckiges Kerlchen, das ich bin, nochmals bei DELL an, und landete prompt wie beim ersten Versuch in einem Callcenter in Polen. Weder Herr M. noch Herr A. waren auf Anfrage erreichbar, und die, ebenfalls radebrechend, Beraterin am anderen Ende der leitung wollte mir tatsächlich erzählen, dass DELL keine Linuxkompatiblen Notebooks verkaufen würde.Mir reichte das nun langsam, und ich unternahm einen letzten Versuch, Herrn A. per Mail zu erreichen. Wie bereits zuvor erhielt ich zwar eine Lesebestätigung, jedoch keinerlei Antwort. "Soviel zu dem Thema!" sagte ich mir. Offenbar hat diese Firma es nicht nötig, mich als Kunden zu gewinnen. Ganz schlecht, Herr und Frau DELL - so etwas wirft kein gutes Licht auf Ihre hochglanzgestählte Individualistenwerbekampagne! Aber mir egal, ich möchte ohnehin nichts mehr bestellen. Den letztendlich wurde ich durch einen kleinen, rheinländischen Betrieb viel besser betreut...

September - endlich ein Notebook

Mehr zufällig geriet ich durch den Hinweis eines Freundes an die Adresse eines EDV-Fachhändlers aus Grevenbroich im Rheinland. Schon die erste Kontaktaufnahme machte mir einen guten Eindruck, und tatsächlich schaffte es Mario Schlaak, Inhaber der Firma EDV-Schlaak, in kürzester Zeit, mir ein Angebot nach meinen Wünschen zu unterbreiten. Selbst nach angeforderten, mehrmaligen Tests der Hardware unter Linux  und regem eMail-Verkehr (Sorry Mario, falls ich Dir arg auf die Nüsse gegangen sein sollte. Du hast dich wacker geschlagen!). Geduldig, jederzeit lösungsorientiert, fix und kompetent, und dabei voll im preislichen Rahmen - so hatte ich mir das vorgestellt. Gründlichkeit, saubere Recherche, gutes Nachbearbeitungspotential und eine schnelle Versandabwicklung gehören bei Mario Schlaak offenbar zum guten Geschäftston- wer braucht da schon DELL? Ich persönlich bin jedenfalls eines Besseren belehrt!

Die Firma EDV-Schlaak finden Sie im Internet unter www.edv-schlaak.de.

 

 
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